Puchheim Lebt! - Das Kulturereignis rund um PUC, Gut Harbeck und Pfarzentrum St-Josef
Das Kulturereignis...

...von Puchheimern für Puchheimer

Aktuelles

GRUSSWORT DES BÜRGERMEISTERS

„Puchheim lebt!“

Der Puchheimer Kultursommer 2010 und das fünfte Sommer-Event des Netzwerks Kultur stehen im Zeichen des Jubiläums 100 Jahre Flugfeld Puchheim. Unter dem Motto „Puchheim lebt und fliegt!“ hebt die Veranstaltungscrew mit ihren Fluggästen ab zu einer Zeitreise in die Frühgeschichte der Luftfahrt, in der Puchheim eine bedeutende Rolle spielte. Von 1910 bis 1914 standen die internationalen Flugschauen der Münchner Akademie für Aviatik im Brennpunkt des Interesses. Die Kunstflüge internationaler Koryphäen in ihren sensationellen Flugapparaten lockten damals Besuchermassen nach Puchheim. Das Flugfeld war eines der ersten in Deutschland und als Kunst- und Sportflugarena Kraftfeld einer revolutionären Technologie. Der Beginn des Ersten Weltkriegs setzte dem Höhenflug ein Ende; für die schweren Flugzeuge der Luftwaffe war das Flugfeld auf den feuchten Mooswiesen im Norden Puchheims nicht geeignet.
Der Veranstaltungsreigen zum Flugfeldjubiläum hat bereits – im Wortsinn – seine „Schatten“ vorausgeworfen mit der Ankündigung vermeintlicher Ausgrabungen auf dem Flugfeld Puchheim. Das offiziell wirkende Anschreiben eines fiktiven „Instituts für Bodenkunde und Bodenfunde“ der LMU an die Bewohner sollte ein Gag sein, hat jedoch erhebliche Irritationen bei den Betroffenen hervorgerufen. Und auch in einem begleitenden Internet-Blog, der frei erfundene archäologische Erkenntnisse über das Flugfeld vorspiegelt, wird der Geist der Satire eher ungespitzt in den Moosboden gestampft. Beide Initiativen sind in Wirklichkeit Teil eines studentischen Kunstprojekts, das auf die Ausstellung „100 Jahre Flugfeld Puchheim“ neugierig machen soll.
Ich möchte an dieser Stelle lieber auf herkömmliche Art auf die bevorstehenden Höhepunkte im Jubiläumsprogramm hinweisen. So wird am 10. Juni die Vernissage zur Flugfeld-Ausstellung, die das gemeindliche Kulturcentrum PUC in Kooperation mit Prof. Albert Hien von der Münchner Akademie der Bildenden Künste und mit dem Arbeitskreis „Geschichte des Flugfelds Puchheim“ erarbeitet hat, mit der Präsentation des von Erich Hage herausgegebenen Buches „Flugfeld Puchheim. Bayerns erster Flugplatz“ verbunden sein. Ein Teil der Ausstellung wird die historische Entwicklung nachzeichnen, während der andere Teil sich aus heutiger Sicht künstlerisch mit dem damaligen Flugfeld auseinandersetzt und von Kunststudenten unter der Betreuung von Prof. Hien gestaltet wird. Mit Lesungen aus Originaldokumenten werden Volkshochschule und PUC das Flugfeld Puchheim am 9. Juli gemeinsam zum Sprechen bringen. Mit der Filmvorführung „Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“ am 16. Juli in Puchheim-Ort fällt dann der Startschuss für das Kultur-Event „Puchheim lebt und fliegt!“.&xnbsp; Die Aktionstage 17. und 18. Juli bieten ein Open Air auf der PUC-Wiese mit Musik in allen Stilrichtungen, Tanz und Kunst sowie einem bunten Kinderprogramm. „Fliegen“ ist ebenfalls Thema bei den Hobbykünstlern, die im Pfarrsaal St. Josef ihre Werke zeigen. Auch in den Puchheimer Grundschulen wurde der „Der Traum vom Fliegen“ eingefangen, die ihre Schülerarbeiten im Bürgertreff präsentieren. Die Finissage der Flugfeld-Ausstellung am 18. Juli im PUC geht mit einer Modellflugschau auf der PUC-Wiese einher.
Alle Puchheimerinnen und Puchheimer und alle Gäste aus der Umgebung sind herzlich willkommen an Bord, wenn Puchheim in den Kultursommer abhebt. Fliegen Sie mit in die innovative Vergangenheit unserer Gemeinde. Zwar haben wir heute, glücklicherweise, kein Flugfeld mehr, aber gute Ideen verleihen uns nach wie vor Flügel.

Dr. Herbert Kränzlein
Erster Bürgermeister

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